Jugendarbeit Gründau - Jugend Auf dem Berg

Alkoholprävention in den Konfirmandengruppen

Nach unserem gelungenen Pilotprojekt Risikokompetenz im vergangen Jahr werden die Konfirmandengruppen auch in diesem Jahr wieder darin geschult.

Jugendliche Fest- und Feierkultur wird in der Öffentlichkeit meist durch Problemberichte wahrgenommen und einseitig auf Gefahren hin thematisiert. Festkultur ist in unserer Gesellschaft in vielen Fällen (leider) zum Konsumevent mutiert. Es scheint, als wären bedeutungsvolle Erlebnisse nur mehr mit Alkoholrausch erfahrbar.

Besonders Jugendliche sind durch ihre Phase des Übergangs zwischen Kind- und Erwachsensein gefordert, ihre Kompetenzen und Fähigkeiten zu erproben und zu erweitern, um ihr Leben gut meistern zu können. Der Umgang mit Rausch und Risiko spielt dabei eine besondere Rolle, der in unserer Gesellschaft jedoch sehr ambivalent vermittelt wird. Einerseits soll man ein Risiko eingehen, will man was erreichen. Andererseits traut die Erwachsenenwelt den Jugendlichen nicht viel zu, warnt vor Risiken und empfiehlt Risikovermeidung. Die Kompetenz, mit Risiko umzugehen, d.h. das Risikoverhalten zu optimieren, wird selten thematisiert. Das Konzept Risikokompetenz befasst sich mit der Thematik Risiko in einer sehr offenen und ehrlichen Weise. Dieser pädagogische Ansatz setzt sich mit den Bedürfnissen nach Rauscherfahrungen und Risikosituationen auseinander.

Ziel der Einheit Risikokompetenz ist die Optimierung folgender Handlungsressourcen:Bereitschaft zu Austausch und offener Diskussion über Rausch- und Risikoerfahrungen und –strategien.Soziale Wahrnehmung, wie sie das dänische Präventionsprogramm ‚look at your friends’ auf zweifache Weise fokussiert: Schau, wer deine Freunde sind - und schaut aufeinander, wenn ihr gemeinsam unterwegs seid.Entwicklung stabiler und nachhaltiger sozialer Netze und Strukturen in allen gesellschaftlichen Settings.Nicht nur die Jugendlichen kommen ins Gespräch, sondern auch die Eltern werden im Dialog in Sachen Rundgang und dem Umgang mit Alkohol sensibilisiert.